Flüsterdolmetschen, auch Chuchotage genannt, ist eine Form des Simultandolmetschens. Der Dolmetscher sitzt oder steht nahe bei den Zuhörern und überträgt die Rede mit leiser Stimme, während der Sprecher fortfährt. Es entstehen keine eigenen Dolmetschpausen und der Rhythmus der Besprechung bleibt erhalten. Anders als beim klassischen Simultandolmetschen mit Kabine und einzelnen Kopfhörern bleibt die Stimme des Dolmetschers im Raum hörbar.
Chuchotage kann sich für wenige Personen bei einer Geschäftsbesprechung, einem Arbeitsbesuch, einer kurzen Präsentation, einer Schulung, einer Anhörung oder einem Behördentermin eignen, wenn nur ein Teil der Anwesenden die Arbeitssprache nicht versteht. Es gibt keine universelle Personenzahl, die das Format automatisch passend oder unpassend macht. Entscheidend sind Zahl und Sitzordnung der Zuhörer, Dauer, Akustik sowie die Frage, ob sie nur zuhören oder aktiv am Gespräch teilnehmen.
Die Position im Raum ist unmittelbar wichtig. Der Dolmetscher muss den Sprecher klar hören und nahe genug bei den Zuhörern sitzen, ohne dass seine leise Wiedergabe die übrige Gruppe stört. In einem lauten Raum, bei großem Abstand zum Sprecher oder während eines langen Programms kann Flüsterdolmetschen das Zuhören belasten und Nachbarplätze beeinträchtigen. Tragbare Empfänger oder eine vollständige Simultananlage bieten dann häufig klareren Ton und mehr Bewegungsfreiheit.
Meist verläuft die Verdolmetschung in eine Hauptrichtung, von der Veranstaltungssprache in die Sprache der kleinen Gruppe. Wenn diese Zuhörer Fragen stellen oder sich an einem bilateralen Austausch beteiligen, können ihre Beiträge konsekutiv für den Raum übertragen werden. Bei mehreren Arbeitssprachen, langen Sitzungen oder hoher Intensität richtet sich die Teambesetzung nach dem tatsächlichen Programm; eine einzelne Person ist keine automatische Lösung für jede Dauer und Sprachkonstellation.
Die Vorbereitung ist ebenso wichtig wie bei anderen Dolmetscharten. Tagesordnung, Namen, Präsentationen, Abkürzungen und Fachterminologie geben vor Beginn den nötigen Kontext. Angaben zu Raum, Beschallung, Sitzplätzen, Zugang und Wechseln zwischen Räumen helfen, eine geeignete Arbeitsposition festzulegen. Wenn möglich, beseitigt eine kurze Prüfung von Ton und Sicht praktische Hindernisse vor der Veranstaltung.
La Fit Trans prüft Programm, Sprachen, Zuhörerzahl, deren Rolle im Gespräch, Akustik und technische Umgebung. Passt Chuchotage zum Anlass, bildet das Angebot das konkrete Sprachenteam und die Organisation ab. Erfordert die Besprechung mehr Bewegungsfreiheit, bessere Hörbarkeit oder mehrere parallele Sprachkanäle, können tragbare Technik, voll ausgestattetes Simultandolmetschen oder ein kombiniertes Format angeboten werden.

